Bearbeitet von: Nathalie Strübin
Am 27. September 2026 feierten wir in der Kirche St. Arbogast einen besonderen Jubiläumsgottesdienst anlässlich des 200. Todestages von Johann Peter Hebel – Dichter, Theologe, Volksaufklärer und badischer Prälat (das ist so eine Art «Kirchenratspräsident»).
Unter dem Leitgedanken, dass Liebe und gute Nachbarschaft grenzenlos sind, gestaltete Pfarrer Mack den Gottesdienst gemeinsam mit seinem südbadischen Kollegen Axel Hüttner aus Grenzach, Alt-Pfarrer und Mitglied im Hebelbund. Die Idee zu diesem grenzüberschreitenden Feiertag war vor längerer Zeit im Mittagsclub geboren worden; nun war es endlich soweit. Hebels Rolle als prägender Brückenbauer zwischen dem Wiesental und der Region Basel spiegelte sich dabei nicht nur in der Biographie der beiden Pfarrer wider, sondern zog sich als roter Faden durch den gesamten Gottesdienst.
Im Zentrum der Dialog-Predigt stand ein spannendes Dokument: der Entwurf einer nie gehaltenen Antrittspredigt, die Hebel am Ende seines Lebens als fiktive Rede an eine einfache Landgemeinde verfasst hatte. Ausgehend von Psalm 73,28 («Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte») entfalteten die beiden Pfarrer in einem lebendigen Dialog Hebels geistliches Vermächtnis.
Hebel präsentiert sich darin nicht als abgehobener Kirchenfürst, sondern als Seelsorger auf Augenhöhe. Offen blickt er auf seine eigene schwierige Kindheit als Vollwaise zurück und betont, wie entscheidend die Erziehung zur Gottseligkeit als unverlierbares Erbteil gewesen sei. Ein zentrales Thema bilden zudem die unvermeidlichen Umwege des Lebens: Elf Jahre lang wartet Hebel vergeblich auf ein Pfarramt. Doch im Rückblick erkennt er darin die Führung durch eine «unsichtbare Hand». Seine Worte erinnerten die Gemeinde daran, dass gute Taten wie Samenkörner wirken, deren Aufgehen und Frucht Gottes Sorge bleiben.
In der Liturgie bildete Hebels Schaffen ebenfalls einen festen Rahmen. So wurde zur Schriftlesung an seine bekannten «Biblischen Geschichten» erinnert. Mit Blick auf die Notleidenden und Verstorbenen wurden in den Fürbitten Anliegen der Gemeinde vor Gott gebracht, bevor der Gottesdienst mit den berührenden Schlusszeilen aus Hebels Gedicht «Der Wegweiser» vor dem Segen abschloss: «Und wenn de amme Chrüzweg stohsch, | und nümme weisch, wo’s ane goht, | halt still, und frog di G’wisse z’erst, | ’s cha dütsch, Gottlob, und folg si’m Roth.»
Der Gottesdienst verdeutlichte, wie Glauben, Sprache und Kultur hier im Dreiländereck eng verwoben sind. Hebel hinterlässt der Gemeinde eine Theologie der Wärme, Mitmenschlichkeit und Gelassenheit – ein Glaube, der Türen öffnet und Herzen verbindet. Beim anschliessenden Kirchenkaffee nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zum persönlichen Austausch über die Grenzen hinweg und eigene Hebel-Erinnerungen aufzufrischen.
Im Zentrum der Dialog-Predigt stand ein spannendes Dokument: der Entwurf einer nie gehaltenen Antrittspredigt, die Hebel am Ende seines Lebens als fiktive Rede an eine einfache Landgemeinde verfasst hatte. Ausgehend von Psalm 73,28 («Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte») entfalteten die beiden Pfarrer in einem lebendigen Dialog Hebels geistliches Vermächtnis.
Hebel präsentiert sich darin nicht als abgehobener Kirchenfürst, sondern als Seelsorger auf Augenhöhe. Offen blickt er auf seine eigene schwierige Kindheit als Vollwaise zurück und betont, wie entscheidend die Erziehung zur Gottseligkeit als unverlierbares Erbteil gewesen sei. Ein zentrales Thema bilden zudem die unvermeidlichen Umwege des Lebens: Elf Jahre lang wartet Hebel vergeblich auf ein Pfarramt. Doch im Rückblick erkennt er darin die Führung durch eine «unsichtbare Hand». Seine Worte erinnerten die Gemeinde daran, dass gute Taten wie Samenkörner wirken, deren Aufgehen und Frucht Gottes Sorge bleiben.
In der Liturgie bildete Hebels Schaffen ebenfalls einen festen Rahmen. So wurde zur Schriftlesung an seine bekannten «Biblischen Geschichten» erinnert. Mit Blick auf die Notleidenden und Verstorbenen wurden in den Fürbitten Anliegen der Gemeinde vor Gott gebracht, bevor der Gottesdienst mit den berührenden Schlusszeilen aus Hebels Gedicht «Der Wegweiser» vor dem Segen abschloss: «Und wenn de amme Chrüzweg stohsch, | und nümme weisch, wo’s ane goht, | halt still, und frog di G’wisse z’erst, | ’s cha dütsch, Gottlob, und folg si’m Roth.»
Der Gottesdienst verdeutlichte, wie Glauben, Sprache und Kultur hier im Dreiländereck eng verwoben sind. Hebel hinterlässt der Gemeinde eine Theologie der Wärme, Mitmenschlichkeit und Gelassenheit – ein Glaube, der Türen öffnet und Herzen verbindet. Beim anschliessenden Kirchenkaffee nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zum persönlichen Austausch über die Grenzen hinweg und eigene Hebel-Erinnerungen aufzufrischen.

