Bolderntexte von Markus Bürki

Buerki_Markus-1-200x300 (Foto: Markus Bürki)
Unser Sozialdiakon Markus Bürki schreibt mit viel Leidenschaft Texte, die zum Nachdenken anregen, hinterfragen, seine Sicht auf die Dinge widerspiegeln und einen ab und an auch zum Schmunzeln bringen.

Auf Bolderntexte.ch veröffentlicht er regelmässig seine Werke. Und damit noch mehr Menschen etwas von seinen Worten erfahren, erlauben wir uns, diese Texte zwischendurch nun auch bei uns zu veröffentlichen.

Alle Bolderntexte finden Sie unter » www.bolderntexte.ch


7. Februar 2026

Seine Herrschaft wird gross und des Friedens kein Ende sein. Jesaja 9,6

Das Jesajabuch beschreibt einen rettenden Gott. Einen, der Gerechtigkeit liebt, aber auch einiges von seinem Volk einfordert. In grossen Visionen umschreibt das Buch, wie so eine Welt voller Gerechtigkeit aussehen könnte.

Schwerter werden zu Pflugscharen, und anstelle von Kriegsgräueln gibt es Nahrung für alle. Keine korrupte Oberschicht, und am Ende werden alle Völker zusammen in Frieden und Glück leben. Schön tönt es, oder?
Diese Vision bleibt leider so lange eine Vision, bis sich auch der Hinterste und die Letzte daranmachen, nicht nur an sich zu denken (und das eigene Portemonnaie!), sondern auch an die anderen Lebewesen auf diesem wunderbaren Planeten.

Egoismus, Selbstverwirklichung, Me-Time, alles okay, aber wann ist auch einmal genug? Gestern habe ich mit einem halben Auge eine Doku im TV geschaut zum Thema Sucht und zum Umgang mit Smartphones. Es scheint noch viel schlimmer, als ich es auf meiner aktuellen «Karte» vor mir liegen habe. Das «Gebiet» hat sich so schnell und rasant verändert, dass ich mir heute wirklich überlegen muss, meinen Kindern erst mit zwanzig ein eigenes Smartphone zu erlauben… Okay, mit achtzehn, dann sind sie ja mündig.

Es bleibt mir nichts anderes, als wachsam zu sein und mich immer wieder Gott hinzuwerfen mit der Bitte: «Herr, bitte hilf mir!»


8. Februar 2026

Der HERR hat Grosses an uns getan; des sind wir fröhlich. Psalm 126,3

Auch hier tropft der Überfluss an Güte und Liebe nur so zwischen den Zeilen heraus. Dem Herrn danken, einverstanden. Fröhlich sein darum, dass wir dem Herrn danken können, auch einverstanden. Aber dieses «alles wird immer gut etc.» stört mich oft beim Bibellesen. Ich sehe das mehr als eine Vision, die wir für die Welt haben sollen. Ja, Hoffnung soll bestehen blieben, da gehe ich ganz mit. Und zum Glück haben wir auch viele und schöne Klagepsalmen in der Bibel.

Einmal buchstäblich «abkotzen» bei Gott, alles hinwerfen und direkt und ehrlich sein mit allem, was nicht rundläuft. Bitten, dass es gut oder besser werde. Oder eben einfach klagen und schreien und toben und wütend sein mit Gott und der Welt.

Ich habe seit über fünfundzwanzig Jahren mein Ventil in der Musik gefunden. «Death Metal» als eine der härtesten Spielarten des Heavy Metal. Gerade vor kurzem war ich wieder im «Z7» in Pratteln mit Freunden an einem Konzert. Es stellt mir die Haare auf den Armen auf, wenn ich an die Stille vor dem Konzert denke. Das Intro der Band, dann das Licht, die Show, die Musik, die Lautstärke, das Leben, die Liebe, die ich für diese Menschen und dieses Genre empfinde, einfach unbeschreiblich schön.

Der HERR hat mir wahrlich das Leben gerettet, ohne «Death Metal» hätte ich es nicht geschafft.



Buerki Markus

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