Bearbeitet von: Nathalie Strübin
Der Boden unter meinen Füssen
Die diesjährigen Konfirmandinnen und Konfirmanden haben für ihre Feier den Wegweiser als Thema gewählt. Dieser begegnet nicht nur jungen Menschen, sondern uns allen an den Wegkreuzungen des Lebens.
Die diesjährigen Konfirmandinnen und Konfirmanden haben für ihre Feier den Wegweiser als Thema gewählt. Dieser begegnet nicht nur jungen Menschen, sondern uns allen an den Wegkreuzungen des Lebens.
Beim Wandern wird der Weg für mich oft zu einem Spiegelbild des Lebens. Da gibt es breite, einfache Abschnitte, auf denen wir so leichtfüssig unterwegs sind, dass wir kaum eine Anstrengung verspüren und die Landschaft um uns herum wahrnehmen. In solchen Abschnitten gehen wir gerne nebeneinander und geniessen die Gemeinschaft. Dann wiederum kommen steile und steinige Stücke, bei denen wir hintereinander gehen müssen und unsere Kraft für den Aufstieg brauchen. Oder der Boden ist so schlammig und voller Wurzeln, dass wir den Blick nach unten richten und auf jeden Schritt achten müssen, um nicht zu stolpern.
So ähnlich ergeht es uns im Leben. Es gibt Zeiten, in denen vieles leicht geht und wir da sein können für andere. Und andere, in denen wir mehr auf uns selbst schauen müssen, um den Wegabschnitt zu meistern. Als Mutter erlebte ich die Kleinkindjahre so: da fühlte sich eine Zeitlang jeder Tag wie eine Besteigung des Matterhorns an. Zwischen vollen Windeln, Tobsuchtanfällen und verkleckerten Kleidern unseren Alltag zu meistern, beanspruchte so viel Kraft, dass kaum Energie für anderes – und andere – übrig blieb. Auch Krankheiten, Schicksalsschläge oder berufliche Einschnitte prägen unseren Lebensweg.
Was uns das Schicksal über den Weg schickt, können wir nicht beeinflussen. Es ist so vorhersehbar wie das Wetter, das sich höchstens ein paar Tage vorher abschätzen lässt. Aber den Weg, den wir einschlagen, wählen wir selbst. Immer wieder stehen wir an einer Wegkreuzung und treffen mit unseren grossen und kleinen Lebensentscheidungen die Wahl: nehmen wir den Bergwanderweg oder die breite Landstrasse? Lassen wir uns auf ein Abenteuer ein oder gehen wir lieber eine weitere, aber vorhersehbare Strecke?
Schwierig wird es, wenn vor uns lauter Wege liegen, die wir nicht gehen wollen. Wenn wir zwischen einer schlammigen Strasse oder einem steilen Aufstieg wählen müssen. Oder wenn wir merken, dass wir einen Weg eingeschlagen haben, der sehr öde ist, aber wir ihn nicht so schnell wieder verlassen können. Manchmal liegt die nächste Kreuzung, die uns eine Korrektur ermöglicht, in weiter Ferne.
Im Psalm 31,9 heisst es: Du stellst meine Füsse auf weiten Grund. Das Vertrauen auf Gott gibt uns einen starken Boden unter die Füsse, aber wir sind nicht auf diesem Boden angekettet. Wir dürfen loslaufen, Wege auskundschaften und Entscheidungen treffen. Gott verspricht nicht, uns bei jeder Wegkreuzung mit einer lauten Stimme aus dem Himmel die Richtung zu weisen, aber er verspricht, das Licht auf unserem Weg zu sein. Er ist mit uns, auch auf den dunkeln und schwierigen Abschnitten. Wir bleiben auf seinem Radar.
So ähnlich ergeht es uns im Leben. Es gibt Zeiten, in denen vieles leicht geht und wir da sein können für andere. Und andere, in denen wir mehr auf uns selbst schauen müssen, um den Wegabschnitt zu meistern. Als Mutter erlebte ich die Kleinkindjahre so: da fühlte sich eine Zeitlang jeder Tag wie eine Besteigung des Matterhorns an. Zwischen vollen Windeln, Tobsuchtanfällen und verkleckerten Kleidern unseren Alltag zu meistern, beanspruchte so viel Kraft, dass kaum Energie für anderes – und andere – übrig blieb. Auch Krankheiten, Schicksalsschläge oder berufliche Einschnitte prägen unseren Lebensweg.
Was uns das Schicksal über den Weg schickt, können wir nicht beeinflussen. Es ist so vorhersehbar wie das Wetter, das sich höchstens ein paar Tage vorher abschätzen lässt. Aber den Weg, den wir einschlagen, wählen wir selbst. Immer wieder stehen wir an einer Wegkreuzung und treffen mit unseren grossen und kleinen Lebensentscheidungen die Wahl: nehmen wir den Bergwanderweg oder die breite Landstrasse? Lassen wir uns auf ein Abenteuer ein oder gehen wir lieber eine weitere, aber vorhersehbare Strecke?
Schwierig wird es, wenn vor uns lauter Wege liegen, die wir nicht gehen wollen. Wenn wir zwischen einer schlammigen Strasse oder einem steilen Aufstieg wählen müssen. Oder wenn wir merken, dass wir einen Weg eingeschlagen haben, der sehr öde ist, aber wir ihn nicht so schnell wieder verlassen können. Manchmal liegt die nächste Kreuzung, die uns eine Korrektur ermöglicht, in weiter Ferne.
Im Psalm 31,9 heisst es: Du stellst meine Füsse auf weiten Grund. Das Vertrauen auf Gott gibt uns einen starken Boden unter die Füsse, aber wir sind nicht auf diesem Boden angekettet. Wir dürfen loslaufen, Wege auskundschaften und Entscheidungen treffen. Gott verspricht nicht, uns bei jeder Wegkreuzung mit einer lauten Stimme aus dem Himmel die Richtung zu weisen, aber er verspricht, das Licht auf unserem Weg zu sein. Er ist mit uns, auch auf den dunkeln und schwierigen Abschnitten. Wir bleiben auf seinem Radar.

