Rückblick: Vätertag – Gottesdienst vom 7. Juni

Kind (Foto: Ben White – Unsplash)
Am Vätertags‑Gottesdienst stand das Vatersein im Mittelpunkt. Gleichzeitig wurde eine Taufe gefeiert – ein Zeichen für neues Leben und Gottes Begleitung.
Markus Bürki,
Ausgangspunkt der Predigt bildete der Bibeltext aus Johannes 13, in dem Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht – ein starkes Bild für Demut, Dienst und gelebte Beziehung.

Die Predigt verband diese Szene mit den Erfahrungen von Vätern heute. Dabei wurde deutlich: Väter bewegen sich oft in einem Spannungsfeld zwischen Beruf und Familie, zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und eigenen Bedürfnissen. Viele stehen unter Druck, gleichzeitig erfolgreich im Beruf und einfühlsam zuhause zu sein.

Ein anschaulicher Vergleich machte dies greifbar: Wer im Beruf nur 20 % arbeitet, braucht lange, um sich sicher zu fühlen und Verantwortung zu übernehmen. Ähnlich ist es auch im Familienalltag – Beziehung entsteht durch Zeit, Verlässlichkeit und gemeinsame Erlebnisse.

In drei Thesen wurde das Thema vertieft:

Zeit schafft Beziehung:
Wer als Vater präsent ist, wächst in seine Rolle hinein und baut tragfähige Beziehungen zu seinen Kindern auf.

Väter stehen unter Spannung:
Widersprüchliche Erwartungen können verunsichern – umso wichtiger ist es, darüber zu sprechen und sich Unterstützung zu holen.

„Füße waschen“ als Haltung:
Vatersein bedeutet nicht nur Stärke zu zeigen, sondern auch zuzuhören, sich einzusetzen und sich emotional zu öffnen.

Während der Predigt hatten die Kinder die Möglichkeit, draussen gemeinsam zu spielen – ein Angebot, das gerne genutzt wurde und Raum für Bewegung und Gemeinschaft schuf.
Persönliche Einblicke machten die Predigt greifbar und lebensnah. Deutlich wurde: Es gibt nicht „den richtigen“ Vater – sondern viele Wege, Vater zu sein. Entscheidend ist die Frage, welche Spuren man im Leben der eigenen Kinder hinterlassen möchte.

Beim anschliessenden Beisammensein mit Würsten vom Grill klang der Gottesdienst in gemütlicher Atmosphäre aus und bot Gelegenheit für Begegnung und Austausch.

Männer und Väter, die sich über ihre Rolle austauschen möchten oder ein Gespräch suchen, können sich jederzeit gerne bei Sozialdiakon, Markus Bürki melden.

Buerki Markus